Dienstag, 15. Januar 2019

Cape Town

Was? Sieben Wochen sind schon rum? Es ist doch immer wieder dasselbe: kaum hat die Reise begonnen, ist das Ende auch schon wieder in Sicht...
Kapstadt

Aber wir wollen uns nicht beklagen, wir hatten eine schöne und interessante Rundfahrt durch das für uns bislang ganz unbekannte Land. Den Abschluss bildet der Aufenthalt in Kapstadt, wofür wir vier Tage eingeplant hatten.

Cape Town wird allgemein als schönste Stadt Südafrikas bezeichnet, die Bewohner halten sie sogar für die schönste Stadt der Welt. Zu so einer Einstufung werden wir uns nicht überreden lassen, aber uns wurde in den vier Tagen wieder einmal klar, dass uns Natur, Landschaften sowie Tier- und Pflanzenwelt weit mehr interessieren als jede noch so tolle Städtearchitektur oder supermoderne Shoppingmall.

Bevor wir uns nun in wärmere Klamotten zwängen und auf den Rückflug warten (oder müssen wir wegen der Streiks verlängern?) zeigen wir noch Fotos aus der Stadt am Kap und der Umgebung :

Zum Sunset-Viewing pilgert die Stadt zum Signalhill 

Lion's Head 

Vor dem Gericht Relikte aus der Apartheid:
getrennte Bänke für Weiße und Farbige

Tolle Bäume in einem der Stadtparks

Die Waterfront ist heute das angesagte Stadtviertel 

Nicht immer sieht man den Tafelberg ohne Wolken...
...zu oft sieht er so aus

Ausflug auf den Tafelberg 
Oft ziehen auf dem Berg Wolken auf
Chapman's Peak Drive - eine sehenswerte Route auf
der Kaphalbinsel

Vor allem am Wochenende zieht es viele Radler raus,
leider müssen sie sich die Straße mit noch mehr Autos teilen.
Es gibt nur wenige Radwege

Bunte Umkleidehäuschen in St. James

Boulders 

Blick zum Naturpark am Kap

Kap der guten Hoffnung und Cape Point

Blumenmeer im Naturresevat am Kap





Und diese tollen Sonnenuntergänge bekamen wir
quasi frei Haus: gesehen von unserem Apartment 




Donnerstag, 10. Januar 2019

Weinland Südafrika


Komisch, an unserem letzten vollen Tag mit unserem kleinen Camper müssen wir am Morgen in lange Hosen schlüpfen. Nach sechseinhalb Wochen immerhin das erste Mal - und es fühlt sich ziemlich merkwürdig an. Aber es ist frisch heute früh, wir sind schon ganz nahe bei Kapstadt, wo es generell viel kühler ist als in den anderen Landesteilen. Aber keine Sorge, am Mittag kommen die Shorts dann doch wieder zum Einsatz... 😎

In den südafrikanischen Weingebieten kann man fast vergessen, dass wir uns auf dem “schwarzen Kontinent” befinden. Große Weingüter mit noblen Häusern wechseln sich mit Naturreservaten wie z.B. dem Hottentots-Holland Nature Reserve oder dem Waterval Nature Reserve ab. Viele Bergzüge ragen bis zu 2000 m hoch, was so nahe am Meer doch gewaltige Höhenunterschiede darstellt. Dazu kommen noch große Städte wie z.B. Paarl oder die Wein- und Universtätsstadt Stellenbosch, die so gar nicht afrikanisch wirken.

Hottentots-Holland Nature Reserve 

Wie immer lassen wir auch jetzt einfach mal Bilder sprechen:

Pringle Bay

Koeelbaai

Koeelbaai
Township von Gordon's Bay...
...hier sieht es doch anders aus
Kirche in Franschhoek, dem französischen Städtchen im Weinland 

Umland von Franschhoek 

Wemmershoekberge 

Bainskloofpass

Weinkeller

Prima Restaurant...


Eine Ballonfahrt aus besonderem Anlass 


Affen sieht man vor allem an den Parkplätzen in den Naturreservaten... 
...und anderes Getier auf den Campgrounds

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Noch ein kleiner Nachtrag zu den Feuern, die von Betty's Bay aus auf das Kogelberg Nature Reserve übergegriffen haben. Wir haben bereits im letzten Beitrag davon geschrieben.
In der Nacht kommen die Flammen näher!

Nach etwa einer Woche konnten die Brände unter Kontrolle gebracht werden. Ursache war wohl eine militärische  Leuchtrakete, die ein junger Mann an Silvester zündete (obwohl das verboten ist). Eine Frau kam ums Leben, mehrere Häuser brannten nieder. Mehr als 5000 ha Buschland im Nature Reserve wurde ein Raub der Flammen.

Wir standen während dieser Zeit für zwei Tage auf einem kleinen Campground in Betty's Bay und sahen in der zweiten Nacht die Feuerfront näher kommen. Am Morgen ließ der Besitzer eine Schneise entlang seines Grundstücks graben. Wir hoffen für ihn, dass die Feuerwehr seinen schönen Platz und die vielen anderen Grundstücke retten konnte.

Am Morgen riecht man den Rauch

Eine Schneise wird gegraben 

Kein Feuer - nur ein wunderschöner Sonnenuntergang 

Donnerstag, 3. Januar 2019

Braai

Wir befinden uns im “Braai-Land". Das merkt man nicht nur im

Supermarkt, wo es immer eine eigene Abteilung für Braai-Zubehör gibt,
sondern auch auf jedem Campingplatz.
Das Feuer brennt...
 Hier ist es nämlich üblich, dass jeder Stellplatz auch über einen Braaistand verfügt. Mit Braai (Afrikaans für braten) bezeichnet man die Variante des Grillens, die vor allem in Namibia und Südafrika, aber auch in anderen umliegenden Staaten gepflegt wird und einen hohen Stellenwert besitzt.

Auf den Campingplätzen beginnen die ersten Feuerstellen schon morgens zu qualmen, mittags sind es schon mehr, aber spätestens am frühen Abend wird nahezu überall der “Ofen" angeheizt. Und dafür, dass das Feuer so richtig gut wird, sind ausschließlich die Männer zuständig. Sie legen auch das Grillgut auf, wenn die Glut “reif" ist. Ein Braaistand wird typischerweise mit Holz des Kameldornbaumes befeuert.

Selbst die Axt darf nicht fehlen 
Die Einheimischen bevorzugen diese Art der Befeuerung, unter anderem weil sie länger andauert als Holzkohlenglut und so mehr Zeit in geselliger Runde verbracht werden kann. Und die Cracks haben auch auf dem Campingplatz alles dabei, was man so braucht...

Seit wir die Gardenroute erreicht haben, sind wir mal an der Küste, mal in deren Hinterland unterwegs. Hier noch ein paar Impressionen:

Braai

Auch das Holz wird oft mitgebracht 

Buffalo Bay Nähe Knysna

Das Meer bietet immer tolle Fotomotive

Immer wieder hübsche Kirchen... 

...offensichtlich mit deutschen Wurzeln 


Sie wird als die längste Weinstraße der Welt vermarktet

Wenn mitten im trockenen Hinterland grüne Oasen
auftauchen weiß man, es wird gewässert - mit viel Wasser
(und das fehlt dann anderswo...) 

Besuch bei der Brauerei in Stanford,
natürlich mit Bierprobe!

Hermanus ist wohl der beste Ort weltweit, an dem Wale
Vom Festland aus beobachtet werden können. Leider haben
die Meeressäuger auf den Kalender geschaut, sie sind von
September bis Dezember hier, wir sehen auf jeden Fall keine!

Dafür Klippschliefer...

...und Brillenpinguine...

...und jede Menge Strauße auf großen Farmen

Das ist kein Braai - die Berge Nähe unseres Campgrounds brennen!
Helikopter sind im Einsatz und versuchen zu löschen... 
...nicht immer erfolgreich